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Ein Schritt auf dem Weg zur Alzheimer-Therapie

Der Fonds Brain Diseases der Stiftung EMPIRIS unterstützt durch die jährliche Vergabe des „Empiris Award for Research in Brain Diseases“ die Grundlagenforschung auf dem Gebiet von Gehirnkrankheiten wie Alzheimer, Parkinson oder Epilepsie.

Prof. Amedeo Caflisch, Dr. Amelie Ebke, Prof. Heidi Wunderli-Allenspach, Serge Fehr
©Empiris

Der „EMPIRIS Award for Research in Brain Diseases“ wird an junge, talentierte Nachwuchsforscher und Nachwuchsforscherinnen vergeben, die sich mit den molekularbiologischen und den biochemischen Grundlagen dieser Krankheiten befassen und bereits bemerkenswerte Arbeiten in angesehenen Fachzeitschriften veröffentlicht haben. Ein Schwerpunkt  der Arbeit bisheriger Preisträger liegt in der Erforschung der Alzheimerkrankheit. Dies widerspiegelt nicht zuletzt die gesellschaftliche Bedeutung dieser Erkrankung. Da ein höheres Alter als Hauptrisikofaktor für die Entwicklung einer Alzheimererkrankung gilt, führt die steigende Lebenserwartung zu einer entsprechenden Zunahme von Patienten. Was führt zur Erkrankung an Alzheimer?

Die Preisträgerin Dr. Amelie Ebke beim Vortrag
©Empiris

Die Forschung geht zurzeit von der Hypothese der sogenannten Amyloid-Kaskade aus. Durch die Spaltung bestimmter Proteine (Eiweisse) in Nervenzellen des Gehirns entstehen giftige Beta-Amyloid-Peptide, die zu Verklumpung neigen und Ablagerungen (Plaques) bilden. Die Plaques, ein charakteristisches Merkmal im Gehirn von Alzheimerpatienten, führen zu einer Funktionsstörung und letztlich zum Absterben von Nervenzellen im Gehirn. Dieser Prozess, der von einer Abnahme der Leistungs-fähigkeit des Gehirns begleitet ist, endet schliesslich in einer Demenz. Frau Dr. Amelie Ebke, die EMPIRIS-Award-Preisträgerin 2012, forscht über Gamma-Sekretase-Modulatoren, die die erwähnte Protein¬spaltung günstig beeinflussen, so dass weniger giftige Peptide entstehen. Die gewonnenen Erkenntnisse über den Mechanismus, wie diese Modulatoren wirken, bilden die Grundlage für die Entwicklung neuer Medikamente gegen die Alzheimererkrankung.

Blick ins Auditorium
©Empiris

Der „EMPIRIS Award for Research in Brain Diseases“ wurde 2006 zum ersten Mal vergeben. Der Award ermöglicht es, die Forschung auf dem Gebiet der Gehirnkrankheiten und der Entstehung von Hirntumoren zu fördern. Die bisher verliehenen Preise gingen an junge Forscherinnen und Forscher von renommierten in- und ausländischen Universitäten.

Die Verleihung des diesjährigen „EMPIRIS Award for Research in Brain Diseases“ fand am 24. Januar 2013 in  Genf statt. Begrüsst wurden die Gäste von Prof. Dr. Heidi Wunderli-Allenspach, die als Stiftungsrätin und emeritierte ETH-Rektorin der Jury vorstand. Ihren einleitenden Worten folgte eine Ansprache von Serge Fehr, Leiter Private Banking und Wealth Management der Credit Suisse, Region Genf. Die Laudatio hielt daraufhin Prof. Dr. Amedeo Caflisch vom Biochemischen Institut der Universität Zürich.

Bisherige Preisträger und Preisträgerinnen:

2012:  Amelie Ebke, LMU München
2011:  Stéphanie Vuillermot, ETH Zürich
2010:  Verena Finder, ETH Zürich / Andreas Vitalis, Universität Zürich
2009:  Susanne A. Schneider, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck
2008:  Anat Frydman-Marom, Universität Tel Aviv / Carsten Sachse, Leibniz Institut, Jena
2007:  Eline Vrieseling, Universität Basel / Marlen Knobloch, Universität Zürich
2006:  Mathias Heikenwälder, Universität Zürich

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