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Kinder-Leukämie: Bessere Heilungschancen für kleine Patienten

Mit der Unterstützung der Stiftung EMPIRIS hat das Universitäts-Kinderspital Zürich ein Forschungsprogramm aufgebaut, um neue Therapieansätze zu entwickeln, die helfen sollen, die Heilungschancen von an Leukämie erkrankten Kindern zu erhöhen.

in-vitro-Modell der Leukämie-Nische
©Universität Zürich, Tara Gschwend

Akute lymphoblastische Leukämie (ALL) ist die häufigste Krebserkrankung im Kindesalter. Obwohl die Heilungschancen für kranke Kinder in den letzten Jahrzehnten von praktisch null auf über 80% gestiegen sind, zählen Rückfälle von Leukämien zu den häufigsten Diagnosen in der Kinderonkologie. Die gängige ALL Behandlung beruht immer noch auf therapeutischen Substanzen, die in den 60er bis 70er Jahren entwickelt wurden und teils mit beträchtlichen Nebenwirkungen einhergehen. Um weitere Fortschritte erzielen zu können, gilt es nun, die biologischen Eigenschaften jeder einzelnen Leukämie besser zu verstehen, um neue Therapien für jeden Patienten individuell anzupassen.

Bald wird es möglich sein, die Veränderungen im Leukämie-Genom rasch zu identifizieren. Dies wird aber nicht reichen, um vorauszusagen, welcher Patient von welcher Therapie profitieren würde. Dazu müssen Methoden entwickelt werden, um Leukämien aufgrund funktioneller Eigenschaften zu charakterisieren. Deshalb wurde am Universitäts-Kinderspital Zürich eine Leukämie-Forschungs-Plattform aufgebaut, damit die Biologie von spezifischen Patienten-Proben direkt erforscht werden können. Mit der Unterstützung der EMPIRIS Stiftung verfolgt das Kinderspital Zürich dazu verschiedene Stossrichtungen, um neue Therapieansätze vor allem für Patienten mit einem Rückfall entwickeln zu können (siehe Illustration).

Sogar die aggressivsten Leukämiezellen benötigen die Unterstützung von Stromazellen aus dem Knochenmark, um zu überleben. Man geht davon aus, dass Leukämiezellen in dieser Nische besser von der Wirkung von Medikamenten geschützt sind. Es wurde ein automatisiertes Bildgebungs- und Analyseverfahren entwickelt, um Leukämiezellen in einem Modell der Knochenmarknische funktionell untersuchen zu können. Damit werden neue Strategien verfolgt, um erstens Aktivitätsprofile von neuen Substanzen und die besten Kombinationen für individuelle Patientenproben sinnvoll definieren zu können und zweitens Funktionen in der Stromazelle anzugreifen, welche für Leukämien von individuellen Patienten wichtig sind. Die Hoffnung besteht, neue Behandlungsstrategien für hochresistente Leukämien entwickeln zu können, welche es für die kleinen Patienten dringend braucht.

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